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Kompetenzen eines erfolgreichen Jugendtrainers

In unseren Augen benötigt ein Jugendtrainer im vier wichtige Kernkompetenzen, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Erfolg sollte hierbei nicht an Ergebnissen gemessen werden, sondern vielmehr an der Entwicklung jedes einzelnen Spielern. Sowohl menschlich als auch fußballerisch.

Ein erfolgreicher Jugendtrainer benötigt

Fachkompetenz

Die Fachkompetenz beinhaltet das relevante Wissen über die Sportart (Technik, Taktik, Fehlerkorrektur, Methodik usw.). Die Fachkompetenz in der jeweiligen Sportart/Disziplin bildet die Basis der Trainertätigkeit, denn ohne Fachwissen kann man in keiner Sportart als Trainer arbeiten.

Der Trainer sollte über ausreichend Kenntnisse für ein altersgerechtes Fußballtraining benötigen. Das Training einer Herrenmannschaft unterscheidet sich wesentlich von dem einer Juniorenmannschaft. Macht das Kopfballspiel in einer Jugendmannschaft Sinn? Wohl eher nicht.

Vielmehr sollten die Fußballbasics in den Vordergrund rücken. Passen, Schießen, Dribbeln & das bestmöglich beidfüßig.

Zudem sollte der Trainer fähig sein eine angemessene Demonstration dieser Fußballbasics durchführen zu können, damit die Kinder eine genaue Vorstellung der auszuführenden Bewegung bekommen.

„Wissen ist durch nichts zu ersetzen.“
Roberto Mancini, Nationaltrainer Italiens

Sozialkompetenz

Bei der Sozialkompetenz geht es darum, mit seinen Spielern angemessen umzugehen und adäquat auf sie eingehen zu können. Dazu gehören Lob, Anerkennung und Motivation für aufgebrachte Anstrengungen. Kritik bzw. Ratschläge sollten altersgerecht vermitteln werden.

Auch eine adäquate Kommunikation mit den Eltern muss stehts berücksichtigt werden. Hier agiert man oft in einer Vermittler-, und Moderator Rolle und muss den unterschiedlichen Erwartungen der Erziehungsberechtigten gerecht werden. Hier ist es zu empfehlen von vornherein gewissen Grundprinzipien transparent zu machen und diese nach außen zu kommunizieren.

Als Trainer ist man stehts auch Vorbild. Dieser Rolle muss man sich allgegenwärtig bewusst sein. Man ist selbst das Spiegelbild von dem was man erwartet. Wenn ich möchte, dass meine Jungs Spaß & Freude am Fußball haben, muss ich diese Werte auch verkörpern und somit meine Spieler begeistern. Grundlegende Werte muss man somit in aller erster Linie selbst vorleben, um diese auch nachhaltig einfordern zu können.

„Vorleben ist die halbe Erziehung“
Autor unbekannt

Führungskompetenz

Die Führungsposition des Trainers erfordert Führungsfähigkeit.

Dem Trainer muss klar sein, dass ihm diese Führungsaufgabe sowohl im Training als auch am Spieltag zukommt.

Um das Verhalten in einer Gruppe zu vermitteln, darf der Trainer keine Ausnahmen und Unterscheidungen innerhalb der Gruppe machen.

Das Einführen und Durchsetzen von klar definierten Grenzen ist daher besonders wichtig, da der Trainer stets auch eine Erziehungsrolle innehat.
Die Einführung von festen Ritualen (z.B. gemeinschaftliches Aufräumen) & Regeln ist daher unabdingbar & muss stehts von der Führungsperson eingefordert werden.

»Die beste Methode, um die Intelligenz eines Führenden zu erkennen, ist, sich die Leute anzusehen, die er um sich hat.«
Niccolò Machiavelli, Italienischer Schriftsteller

Vermittlungskompetenz

Die Vermittlungskompetenz ist die Fähigkeit zur individuell angemessenen, systematischen Trainingsplanung und Trainingssteuerung.

Dabei spielt eine altersgerechte Pädagogik eine entscheidende Rolle (Bei der Ansprache auf Augenhöhe (z.B. in der Hocke) agieren, bildlich sprechen (Jäger fängt Hase statt rot fängt blau), in die Augen schauen, positive Kommunikation, positives Lernumfeld schaffen).
Zudem sind weitere methodische Feinheiten zu beachten, wie beispielsweise kleine Gruppen, um viele Ballaktionen und somit mehr Ballerfahrung zu ermöglichen. Wenig Standzeiten/Umbauten im Training, Viele Aktionen etc.

„Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.“
Konfuzius* 551 v. Chr. †479 v. Chr. Philosoph

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